Die Projekte

Um die Digitalisierung der Gesundheitsämter voranzubringen, wurden vier Vorhaben verwirklicht. Dazu zählen DEMIS, SORMAS@DEMIS, das Symptom-Tagebuch von Climedo und CovBot. Ziel der Projekte ist es, mit Hilfe der Software-Angebote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die Gesundheitsämter zu entlasten.

DEMIS

Hinter der Abkürzung DEMIS verbirgt sich das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssytem für den Infektionsschutz. Mit DEMIS wird das existierende Meldesystem für Infektionskrankheiten gemäß Infektionsschutzgesetz weiterentwickelt und verbessert.

Projektleitung  

Robert Koch – Institut

DEMIS*Den Text zwischen den * loeschen, dies ist ein Spamschutz*@rki.de

Projektbeteiligte 

Bundesministerium für Gesundheit, gematik GmbH, Fraunhofer FOKUS

Insbesondere wird – beginnend bei den Meldenden (Ärztinnen und Ärzte, Labore, andere) – eine durchgängig elektronische Informationsverarbeitung ermöglicht. Dadurch soll der Aufwand für die Meldenden und die zuständigen Behörden reduziert werden und Informationen zu auftretenden Infektionskrankheiten können künftig schneller bei den Verantwortlichen in den Gesundheitsämtern, den zuständigen Landesbehörden und am Robert Koch-Institut vorliegen. Weiterhin werden die Zusammenarbeit der Beteiligten und der Datenaustausch zwischen ihnen besser unterstützt, sodass auch große Infektionsereignisse effektiver bearbeitet werden können. Seit Juni 2020 haben Labore die Möglichkeit, Erregernachweise von SARS-CoV-2 elektronisch an die zuständigen Gesundheitsämter zu melden.


SORMAS@DEMIS

Mit dem Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System (SORMAS) wird ein integriertes und vernetztes Kontaktpersonenmanagement für COVID-19 für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Deutschland geschaffen.

Projektleitung 

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung,
Prof. Dr. Gérard Krause

sormas-covid*Den Text zwischen den * loeschen, dies ist ein Spamschutz*@helmholtz-hzi.de

Projektbeteiligte 

Robert Koch-Institut, Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, Climedo Health GmbH, vitasystems GmbH, vitasystems GmbH, Netzlink GmbH

Projektlaufzeit 

01.07.2020 bis 31.12.2022

 

Das Projekt SORMAS@DEMIS schafft eine integrierte Anwendung, die Gesundheitsämter im Kontaktpersonenmanagement bei der schnellen und effizienten Ermittlung und Unterbrechung von Infektionsketten unterstützt und entlastet. Die Integration der lokalen Anwendung SORMAS in DEMIS soll über die Entwicklung von Schnittstellen zu DEMIS, SurvNet@RKI und weiteren Infektionskrankheiten gemäß Infektionsschutzgesetz-Fachanwendungen erfolgen. Mit dem Hosting der SORMAS-Anwendungen der Gesundheitsämter durch das Informationstechnikzentrum Bund entsteht eine bundeseinheitliche, vernetzte und sichere Lösung. Auch das digitale Symptom-Tagebuch wird im Rahmen des Projektes integriert.


Symptom-Tagebuch

Das digitale Symptom-Tagebuch der Climedo Health GmbH wurde für Gesundheitsämter zum digitalen Symptom-Monitoring von Personen entwickelt, die sich in Isolation/Quarantäne befinden.

Ziel des bundesweit einheitlichen und digitalen Symptom-Tagebuchs ist es, die Gesundheitsämter in Deutschland im Rahmen der Betreuung und Verwaltung der in Isolation/Quarantäne befindlichen Personen zu unterstützen und zu entlasten. Das digitale Symptom-Tagebuch macht eine tägliche telefonische Abfrage des Gesundheitszustandes durch die Gesundheitsämter in einem Großteil der Fälle obsolet. Mittels E-Mail oder SMS erhalten betroffene Personen täglich automatisch einen Link, der sie zu einem Online-Fragebogen zur Dokumentation ihres Gesundheitszustandes führt.


CovBot

Zur Entlastung des Telefonservice in öffentlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen wurde CovBot, eine KI-gestützte technische Anwendung, entwickelt.

Projektleitung 

Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Public Health, Prof. Dr. Dr. Tobias Kurth

covbot*Den Text zwischen den * loeschen, dies ist ein Spamschutz*@charite.de

Projektbeteiligte 

Aaron GmbH 

Projektlaufzeit 

07.05.2020 bis 31.12.2021

Die primäre Zielstellung dieses Forschungsprojekts ist es, herauszufinden, wie Technologie zur Entlastung des Telefonservice von Gesundheitsämtern während einer Pandemie eingesetzt werden kann. In diesem Kontext soll geprüft werden, ob und wie schnell und effizient ein schon existierender KI-gestützter Telefonassistent für Arztpraxen umgebaut werden kann, um die internen Arbeitsprozesse und Aufklärungsarbeit der Gesundheitsämter zu unterstützen. In drei Phasen wird die Relevanz, die Effizienz der Umsetzung; sowie die Akzeptanz und Effektivität der Technologie und der darüber gewonnenen epidemiologischen Daten im Pilotbetrieb umfassend evaluiert. Im Rahmen der Projektfortführung erfolgt eine breiter angelegte Pilotierung und Weiterentwicklung des Ansatzes.